Special vor Weihnachten – so wirst Du Model

Katerina Gottesleben • December 08, 2015 • No Comments

Liebe angehenden Models! Bald ist Weihnachten. Und allen die es sich sehnlichst wünschen, Model zu werden, möchte ich ein Geschenk machen. Ich verrate euch, wie ihr realistische Chancen habt, euch euren Traum zu erfüllen. Natürlich kann ich nicht zaubern und pauschal behaupten, dass jede von euch Model werden kann – die Grundvoraussetzungen müssen da sein. Aber wenn ihr tatsächlich Potenzial habt, setzt meine Tipps um und ihr werdet sehen: damit kann man tatsächlich Geld verdienen! Denn man muss sich eines mal klar machen: Das ist ein Beruf und kein Titel! ????

  1. Check Deine Parameter!

Schau Dir die Homepage einer seriösen Modelagentur an (zum Beispiel www.eastwestmodels.de). Wenn Du Dich durch die Kartei klickst, siehst Du die Maße Deiner hoffentlich zukünftigen Kolleginnen oder Kollegen. Die Richtmaße sind 90-60-90, aber sie können auch variieren. Dein Hüftumfang sollte nicht breiter als 94 cm sein. Für Fotos solltest Du über 172cm groß sein, um Modenschauen zu laufen noch mindestens 6 cm größer.  Manche Agenturen verfügen auch über eine sogenannte Big Size Kartei. Das ist dann etwa Konfektionsgröße 42, kann aber variieren. Stellst Du fest, dass Deine Maße wie Größe, Brust, Taille und Hüfte zu sehr von den Maßen der anderen abweichen, solltest Du Dich fragen, ob Du es nicht lieber bei einer Castingagentur versuchst. Bis Du Anfängerin und über 25 Jahre alt, fang auch lieber bei einer Castingagentur an. Wenn Du für diese bereits einige Jobs gemacht hast, erhöht das Deine Chancen, später doch noch in eine Modelagentur reinzukommen.

  1. Sei realistisch!

Ich möchte nicht fies oder arrogant klingen, denn so ist es nicht gemeint. Völlig wertfrei betrachtet muss man im Modelberuf einigen Anforderungen entsprechen, die man schwer in Worte fassen kann. Es reicht nicht aus, wenn man einfach nur hübsch ist. Andersherum betrachtet sind einige Models überhaupt nicht hübsch, sondern verfügen über irgendetwas Besonderes wie einen auffälligen Makel. Deshalb schon mal im Voraus: Wenn Dein Traum Model zu werden platzen sollte, heißt es überhaupt nicht, dass Du nicht schön bist. Das heißt nur, dass Dein Look in der Modewelt (vielleicht sogar nur temporär) nicht gefragt ist und Kunden wahrscheinlich nicht bereit wären, Geld dafür zu bezahlen. Vielleicht musst Du Dich erst weiter entwickeln, vielleicht bist Du aber auch nur nicht die oder der Richtige für die Agentur, wo Du Dich beworben hast. Und in einigen Fällen sollte man sich auf einen anderen Berufswunsch fokussieren.

  1. Mach Dir klar, was Du wirklich willst!

Willst Du des Model-Seins wegen Model sein, oder kannst Du Dir tatsächlich vorstellen, das zumindest zu deinem Nebenberuf zu machen? Wenn Du zweiteres gewählt hast, bist Du hier richtig. Wenn Dir ersteres reicht, versuche es bei einer Castingshow.

  1. Der Weg eines professionellen Models führt direkt zur Agentur, nicht zu Germany´s Next Topmodel und schon gar nicht zu Miss-Wahlen!

Erstens willst Du keine Umwege nehmen, bis Du endlich von einer Agentur genommen wirst, weil Du es gewonnen hast, sondern willst auf direktem Wege in ihre Kartei. Also los!

  1. Bring Deinen Look auf Vordermann!

Das allerwichtigste für Modelagenturen ist, dass sie Dich vermitteln können. Du solltest eine straffe Figur haben. Deine Haare sollten natürlich aussehen. Bitte nicht mit herausgewachsener Haarfarbe ankommen oder mit kaputtgefärbten Haaren in drei verschiedenen Haarfarben, die nicht mehr richtig abgedeckt werden konnten. Außerdem solltest Du gepflegt aussehen. Eine gute Haut und keine abgekauten Fingernägel sind Voraussetzung (wenn Du einen Pickel hast, ist das aber kein Weltuntergang).  Schick keine aufgedonnerten Partybilder und auch keine totretuschierten Semiprofi-Fotos. Stell Dich einfach vor eine weiße Wand, am besten in einer engen Jeans und einem Trägertop oder gleich in Unterwäsche und mach Fotos von vorne, von der Seite und vom Halbprofil. Gerne auch von hinten. Das Ganze bitte in Ganzkörper und Nahaufnahme vom Gesicht. Lachend und ernst. Diese Aufnahmen heißen im Fachchinesisch „Polaroids“. Alle Models hassen sie, weil sie es nicht gewohnt sind, fast ungeschminkt und völlig unretuschiert vor der Kamera zu stehen. Aber sie sind die einzigen Fotos, auf den der Kunde (oder eben die Agentur) den Menschen so sehen kann, wie er wirklich aussieht. Diese Bilder schickst Du in Deiner Bewerbung auf jeden Fall mit, mit einem netten Anschreiben, warum Du Model sein möchtest. Möchtest Du erst einmal wissen, wie das wahre Modelleben so ist, lies gerne mein Buch „Lisa in Paris“! Dann weißt Du, was eventuell auf Dich zukommt und ob Du das möchtest. Außerdem gibst Du Deine Maße an (Größe, Brust, Taille, Hüfte, Schuhgröße, Konfektionsgröße, BH-Größe). Deine Augen- und Haarfarbe solltest Du ebenfalls angeben. Hier findest Du meine Polaroids als Beispiel:

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Jeans-zu (2)

  1. Steche aus der Masse heraus!

Aber bitte weder lächerlich noch negativ. Manche Agenturen haben eine Pinnwand, auf der ihre schlimmsten Bewerbungen hängen. Das willst Du nicht! ???? Besteche durch ein freundliches, professionelles Anschreiben oder durch super Polaroids. Gerne kannst Du zusätzlich noch andere Fotos hinzufügen, aber die werden nicht so genau beäugt wie die, auf den Du ganz pur bist!

  1. Erst geduldig sein, dann nachhaken!

Bitte bedenke, dass seriöse Modelagenturen viele Bewerbungen am Tag bekommen. Nicht immer ist jemand da, der sie sofort bearbeiten kann. Zeig Dich also erst einmal geduldig. Solltest Du innerhalb von zehn Tagen keine Antwort bekommen haben, ruf freundlich an und frag, ob Deine Bewerbung angekommen ist.

  1. Sei nicht enttäuscht, wenn es bei nicht bei der ersten Agentur hinhaut.

Verschicke am besten Bewerbungen an mehrere Agenturen. Es ist besser, die Wahl zu haben, als sich auf eine zu fixieren und dann traurig zu sein.

  1. Bewirb Dich erst im neuen Jahr!

Fast alle Agenturen sind ab der nächsten Woche zu. Wenn Du jetzt eine Bewerbung abschickst, wird sie erst im Januar gelesen. Entweder liegt sie im überfüllten Mailfach oder im überfüllten Briefkasten. Das erstickt die Chancen! Überlege Dir lieber in Ruhe, wie Deine Bewerbung aussehen könnte. Gut Ding will Weile haben!

10.    Sei im Vorstellungsgespräch professionell!

Wenn Du eingeladen wirst, hast Du schon einmal eine große Hürde geschafft. Nun kommt es darauf an, die Agentur vor Dir zu überzeugen. Komm auf jeden Fall pünktlich! Ziehe etwas Figurbetontes an, sei gut gelaunt und ehrlich. Sie werden nachmessen, es hat also keinen Zweck, vorher die Maße zu fälschen. Bist Du minderjährig, nimm ein Elternteil mit. Sorge dafür, dass der Raum sich durch Deine Ausstrahlung erhellt wenn Du rein kommst! ???? Der erste Eindruck zählt! Schummele im Voraus nicht bei den Maßen – es wird nachgemessen! Ich wünsche Dir viel Glück, frohe Weihnachten und dass Dein Wunsch sich im neuen Jahr erfüllt!

Deine Katerina

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Foto: www.chrischristes.de Hair & Make-Up: Nadine Winkelmann

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