Phänomen Männergrippe – ist sie wirklich schlimmer?

Katerina Gottesleben • October 14, 2016 • No Comments

Ich glaub´ ich hab ne Männergrippe. Dauert schon 4 Tage, ich jammere herum und lasse mich von meinen Mitmenschen umsorgen. Kann nur die schlimme Männergrippe sein, oder?

Ein bisschen Spaß muss sein, aber jetzt mal im Ernst: Leiden Männer wirklich mehr als wir Frauen? Denn das ist ja ein altes und ziemlich etabliertes Klischee. Wenn man aber ein bisschen dazu recherchiert, dann bestätigt es sich nicht so ganz. Laut Dr. Loew haben Frauen sogar eine weitaus niedrigere Schmerzschwelle, was in Tests bewiesen wurde. Und was auch nicht zuzutreffen scheint ist, dass Männer im Falle einer Krankheit mehr jammern als wir.

Sehr interessant ist, dass er, wenn er von einer attraktiven Ärztin betreut wird, weniger klagt als vor einem seiner Geschlechtsgenossen im weißen Kittel.

Wir Frauen machen das ganz anders. Je attraktiver der Arzt, desto mehr aua haben wir plötzlich. Wir sind eben hilfsbedürftige Frauen. Wir haben ja gelernt, dass Männer doch immer eine Lösung für uns parat haben und gerne helfen wollen. Wenn wir etwas Schlimmes haben, kommt er doch sicher wieder, um uns zu betütteln, oder? Nur doof, dass man im kranken Zustand meistens nicht ganz so hot aussieht.

Vor anderen Frauen wollen wir jedoch dann doch nicht so sehr als Weicheier dastehen, da wittern wir Konkurrenz und sind mit einem mal mega-tough.

Tja. Und wie bleibt es zu erklären, dass der eigene Ehemann oder Freund plötzlich vom big hero zur Heulsuse wird? Meine eigene Theorie ist ganz einfach: Er weiß eben, dass sie ihm dann Aufmerksamkeit schenkt, ihn hegt und pflegt. Ist wie bei Kindern, es wird einmal ausgetestet, wenn es funktioniert, wird es weiter betrieben.

Bei der Ehefrau muss er keinen Helden mehr spielen, die hat er schon. Schwarz auf Weiß sogar. Jagdinstinkt adieu. Bei der jungen Ärztin mit aufgeknöpfter Bluse sieht es eben anders aus.

Unsere Learnings daraus:

  1. Wir wollen lieber Ärztin sein als Arzt. Da wird man von beiden Geschlechtern nicht so vollgeheult.
  2. Im Krankenhaus werden wir sicherheitshalber Schminke mitnehmen, falls es da doch einen schnuckeligen Arzt gibt.
  3. Kranken Männern könnten wir liebevoll Grenzen aufzeigen, ähnlich wie bei Kindern. Wir haben sie super lieb, aber auf der Nase herumtanzen lassen wir uns nicht, wenn er uns zum dritten Mal am gleichen Tag zur Apotheke schickt. Alternativ sollten wir einfach in ein heißes Krankenschwesterkostüm schlüpfen. Wer weiß, vielleicht will er dann unser Held sein. 😉

Quelle: http://www.klinik-am-osterbach.de/schmerzempfinden.html

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