Modeln – Arbeit oder Urlaub?

Katerina Gottesleben • May 05, 2015 • No Comments

Model zu sein ist wohl eher Glück und hat anfangs weniger mit Talent zu tun. Am Anfang! Will man in der Branche bleiben und einigermaßen erfolgreich sein, hat es viel mit Selbstdisziplin zu tun. Natürlich entwickeln sich nach und nach Fähigkeiten und Know-how, so wie in jedem einzelnen anderen Job auch. Aber: es ist Arbeit – und nicht wie viele denken Urlaub. Soll ich euch ein paar Gründe nennen? Gerne. DSC_0662

Grund Nummer 1:

Dein Körper muss als Model quasi immer makellos sein. Hast Du mal stressbedingt schlechte Haut, fünf Kilo zugenommen, weil Du mal kurz nicht drauf geachtet hast, oder hormonell bedingten Haarausfall – schlecht. Du musst schnellstens entgegenwirken, bevor es Deine Agentur oder die Kunden checken. Am besten gar nicht soweit kommen lassen.

Grund Nummer 2:

Jahreszeiten kennt man beim Modeln nicht. Während andere Frauen im Frühling Alarm schlagen und das Abnehmen für die wärmere Saison einleiten, hat ein Model immer die gleichen Maße zu behalten. Auch über Weihnachten.

Grund Nummer 3:

Schon mal richtig Klinken geputzt? Nein? Noch nie leicht bekleidet im Winter in High-Heels durch die Stadt gelatscht und sich bei zehn Castings angestellt? Echt nicht? Kannst Du gern probieren. Sag mir dann, ob sich das wie Urlaub angefühlt hat. Lies dazu gern die Leseprobe in meinem Buch “Lisa in Paris”.Titel_Buchcover_Lisa_in_Paris

Grund Nummer 4:

Die Branche ist kurzlebig. Man weiß nicht, wie lange man sich auf dem Markt hält. Was man definitiv weiss: es ist nicht für immer. Für Selbständigkeit braucht man Nerven wie Drahtseile, Reserven auf dem Konto und Zukunftsdenken. Nach der Realschule oder dem Abitur statt weiteren Bildungsmaßnahmen hauptberuflich modeln? Ganz blöde Idee. Nebenbei muss man sich auf jeden Fall ein paar Sicherheiten schaffen. Der Notgedanke reich zu heiraten, den Viele mit 18 hegen, verpufft irgendwann auch in einer Naivitätswolke. Manchmal auch zu spät.

Grund Nummer 5:

Hast Du Dich schon mal 180 mal umgezogen? 8 Stunden lang? Nur mit Pipipause und Mittagessen dazwischen? Und – was meinst Du, schaffst Du es unter diesen Umständen noch zu strahlen? Wirklich? Auch wenn Du um 4 Uhr morgens aufgestanden bist und 5 Stunden im Auto gesessen hast? Das ist Arbeit. Oder hört sich das wie Urlaub an? 😉

Fotos: Ralph Geiling 

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