Is kla, ne! – Der Hang zu Selbstironie

Katerina Gottesleben • April 01, 2015 • No Comments

Habt ihr schon einmal das seltsame Gefühl gehabt, dass euch die Leute komisch anstarren? Nun, das erlebt man in meinem Berufsstand öfter… Und zwar bevorzugt an Tankstellen, wenn man von Jobs nach Hause fährt und ganz unbefangen den Benzintank auffüllen will. Nicht, dass ich darauf achten würde, denn mir ist es im Wandel der Zeit relativ wurscht geworden, was fremde Leute über mich denken, aber manchmal – da fällt es mir dann doch auf.

Zum Beispiel wenn die Kassiererin einen Ticken mehr schmunzelt als normalerweise. Und nein – es liegt nicht daran, dass ich so schön bin! Der Blick sagt etwas Anderes aus.

Der Groschen fällt meistens erst, wenn ich wieder im Auto sitze und mich zufällig um Rückspiegel sehe. Ups – meine Kriegsbemalung vom Job ist ja noch dran. Ups – meine Haare sehen aus wie Zuckerwatte. Oder ups – ich habe Jeans und T-Shirt an, aber mein Kopf sieht aus, als würde er sich vom Rest des Körpers loslösen wollen und zum Wiener Opernball gehen…

Ich war auch schon oft ganz schmerzfrei mit Lockenwicklern in der Stadt bummeln, weil meine Haare bis zur am Abend angesetzten Modenschau halten mussten und ich noch sooooviel freie Zeit hatte. Ich hatte unlängst mal ein Pyjamashooting in einem Möbelhaus, das in vollem Betrieb war. Ich bin schon mal mit pinken, künstlichen Wimpern (aus Papier) mit der U-Bahn gefahren, weil ich sonst meinen Zug nicht mehr geschafft hätte. Ich hatte schon mal einen blonden Afro auf dem Kopf, als ich von einer Haarshow mit dem Zug heim gefahren bin. War praktisch das Teil – wie ein Kopfkissen.

Und überall diese Blicke. Wenn ich weiß, wie ich aussehe, schaue ich ebenso interessiert zurück. Manchmal setze ich dabei aus Spaß noch zusätzlich einen verwirrten Gesichtsausdruck auf und lache mich innerlich kaputt. Und manchmal, wenn ich gerade bei Laune dafür bin, da tue ich so als wären die Anderen verrückt und nicht ich. Wenn ich meine eigene Erscheinung jedoch vergesse, kann es auch mich noch erwischen, dass in meinen Augen ein Fragezeichen aufblinkt.

In diesem Sinne – nehmt euch nicht zu ernst. Ich wünsche euch einen selbstironischen, lustigen ersten April. Und vergesst nicht, eure Mitmenschen auf den Arm zu nehmen. Ein bisschen Humor kann unserer Welt nicht schaden! 😉 Eure Katerina

Mit dieser Frisur musste ich einen ganzen Tag in Karlsruhe überleben - ich fuhr mit offenem Dachfenster Auto.

Mit dieser Frisur musste ich einen ganzen Tag in Karlsruhe überleben – ich fuhr mit offenem Dachfenster Auto.

Pocahontas geht bummeln.

Pocahontas geht bummeln.

Als Manga-Figur für einen japanischen Friseursalon

Als Manga-Figur für einen japanischen Friseursalon

meine Kollegin in privaten Schuhen

Meine Kollegin im Modenschauoutfit und privaten Schuhen

PS: Wenn ihr mir gerne eure eigene lustige Geschichte erzählen wollt, fühlt euch frei, diesen Beitrag zu kommentieren.

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