Klassischer Schulranzen vs. Ergobag

Katerina Gottesleben • June 04, 2016 • No Comments

FullSizeRender 2Mit den Schulranzen ist das so ne Sache. Das ist für Mamas eine der schwersten Entscheidungen, wenn das Kind eingeschult wird. Ich schrieb ja bereits darüber, wie ich am Rad drehte, eine Schultüte bastelte und mein manischer Zustand dem Nestbautrieb in der Schwangerschaft ähnelte. Ich wälzte Online-Shops hin und her, sah mir die Ranzen live an, nahm sie hoch, prüfte auf Komfort, Design und Gewicht und was hab ich gekauft? Einen „DER DIE DAS Fliegengewicht“. Dieser gewann, weil er leicht war – so wie mein zierlicher Junge. Ich liebäugelte auch mit einem Ergobag, aber zur Einschulung schied er aus, weil ich dachte, mein Kind müsste einen „richtigen“ Schulranzen haben. Einen bunten, quadratischen mit Reflektoren und ein bisschen Orange. Jawoll, die Farbe Orange gehörte auf jeden Fall zu einem Ranzen dazu, dachte ich. Wahrscheinlich war ich selbst kindheitstechnisch auf Orange geprägt. Niemand würde einen Ergobag haben, der ist zwar praktisch, aber sieht nicht so richtig ranzenmäßig aus.

In dieser Zeit ist man einfach so geblendet, ähnlich der Schwangerschaft, wenn man einen Namen für sein Nesthäckchen aussucht und alles richtig machen will.

Naja, egal. Dann kam der erste Schultag. Ich muss dazu sagen, wir wohnen in einem beschaulichen Dörfchen, ähnlich wie Büllerbü, nur in Deutschland, hier ist die Welt noch in Ordnung. Und dann sah ich´s. Und überall sah ich´s dann: aufm Schulweg, beim Bäcker, bei der Einschulung. Die gefühlte Hälfte der behüteten Kinder trug Ergobags auf dem Rücken. What the hell. IMG_0519

War also wohl doch nicht wichtig, ein Spacecar aufm Ranzen zu haben, viel Orange und heftige Reflektoren. Die vernünftigen Eltern von heute kaufen vernünftige Ranzen. Und die sind ergonomisch – Schande über mein blondes Haupt. Das Problem sah ich dann später. Mein Kind schleppt mit seinen paar Kilo viele Kilo auf dem Rücken. Oft buckelt es sich einen ab. Was sehne ich mich da schon mal nach einem Hüftgurt für den Kleinen. Stattdessen hat der DER DIE DAS Ranzen nicht mal einen Brustgurt, Mistkram. Ich legte soviel Wert auf die Leichtigkeit, dass ich vergaß, dass der Inhalt das Schwere sein würde, nicht der Ranzen. Aber will man tatsächlich nochmal über 200€ für einen neuen Ranzen hinblättern? Hmm… mal nachrechnen. Das nächste Mal vielleicht die überschüssigen Mutti-Hormone ausschalten und vernünftig sein.

Ach, was soll´s, er hat noch 3 Jahre Grundschule vor sich. Da kann er dann die Ranzen wechseln, wie er lustig ist, Mutti wechselt schließlich auch ihre Handtaschen, oder? 😀 Was würde ich für die Gesundheit meines Sohnes nicht alles tun. Und einen dezenten Taschentick habe ich eh, also her damit!

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Umpacken.

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Der Unterschied ist auf der Rückseite.

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Als Feature kann man die Kletties wechseln. Die gibt’s in allen Ausführungen zu kaufen, man kann sogar eigene Bilder hochladen.

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Den Sportrucksack kann man einfach am Ergobag festmachen. Dieser sitzt gleichmäßig auf Hüfte und Schultern und das schwere Gewicht der Bücher verteilt sich auf den ganzen Rücken.

Fazit: Wir finden den Ergobag gut. Und mein Orange-Tick schloß ihn im Endeffekt auch nicht aus, denn man kann die signalfarbigen Stoffe zusätzlich mit einem Reißverschluss am Ergobag befestigen.

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