17. SSW – Hauptsache gesund.

Katerina Gottesleben • July 19, 2017 • No Comments

Mädchen oder Junge – völlig wurscht? Mal ehrlich? Nö. Man ist nämlich schon ziemlich gespannt auf seinen Nachkömmling, und dazu gehört eben auch das Geschlecht. Wird er mit Papa Fußball spielen oder wird Mama der kleinen Prinzessin Zöpfe flechten können? Also ich kenne in meinem Umkreis nur ein einziges Pärchen das es ausgehalten hat, sich das Geschlecht bei beiden Schwangerschaften nicht verraten zu lassen. Bis zum Schluss haben sie es durchgezogen. Was man von uns jetzt nicht gerade behaupten kann 😉

Szene etwa in der 11. Schwangerschaftswoche: Mein Mann kommt zum ersten Mal mit zum Frauenarzt. Ultraschall. Er reißt das Ruder an sich – ich brauche nicht mehr zu reden. Ziemlich gerade heraus damit. Etwa so: „Ich weiß ja dass man es bis zur 14. Woche nicht sagen darf, aaaaber sieht man schon das Geschleeeeecht?“ Der Arzt verneint. Ich knuffe meinen Gatten in die Seite. Na toll, jetzt hat er es vorweg genommen, dass der Arzt es nicht verraten darf. Ich muss innerlich lachen, denn der Arzt kann wahrscheinlich wirklich noch überhaupt nichts erkennen, es ist echt zu früh. Außerdem kann auch Papi nicht das Gesetz außer Kraft setzen, das man aufgrund von Abtreibungen wegen des „falschen“ Geschlechts eingeführt hat. Find ich eigentlich sehr gut – es gruselt mich, dass es tatsächlich noch Leute zu geben scheint, die ihre Tochter abtreiben, weil sie einen Sohn wollen oder anders herum. Pfui – Gedanke geh weg.

Mein Mann übernimmt noch die Terminplanung, damit er beim Feinultraschall mitkommen kann und schon hab ich den gesamten Termin lang nichts sagen müssen, außer dass es mir gut geht. Hahaha.

Das Nasenbein und die Nackenfalte werden vermessen.

Drei Wochen später bei der Nackenfaltenmessung: Ich habe meinen Mann gebrieft nichts zu sagen, da es gesetzlich gesehen noch 3 Tage zu früh ist für die Geschlechterdiskussion. Ich mach das schon nebenbei. Es fällt ihm echt schwer. Eigentlich gilt das Screening dem höheren Zweck, Trisomien auszuschließen. Das Down-Syndrom ist die leichteste Form der Trisomie, aber es gibt auch schwere Formen, mit welchen das Baby keine Überlebenschancen hätte. Kurz mal schlucken und durch – denn man möchte sich nicht vorstellen wie schwer die Entscheidung wäre wenn es sich herausstellen würde, dass das Baby etwas Schlimmes hat.

Der Arzt schallt und schallt. Mein Mann rollt mit den Augen um mich abzulenken, denn der Spezialist spricht nicht und mein Mann denkt ich würde nervös werden. Bin ich aber gar nicht, ich habe es im Gefühl – dass alles ok ist.

Das unauffällige “xx” bedeutet wohl sehr zu unserer Freude, dass es sich hier um ein Mädchen handelt.

Trotzdem setzt große Erleichterung ein: Mit größter Wahrscheinlichkeit ist alles ok. Ich piepse kurz auf: „Und, sieht man schon, was es wird?“ Der Arzt lacht. „Es wird zu 94% eine Heidi.“

Wir geben uns kurz High Five – Heidi wird sie zwar sicher nicht heißen, aber wir sind trotzdem stolz.

Hehe, wir haben es geschafft, ein Pärchen zu produzieren. Da wir bereits einen Sohn haben, freuen wir uns schon sehr über eine Tochter. Mein Mann hatte mir angedroht so lange weiterzumachen, bis wir eine Tochter haben. Ich seufze auf vor Erleichterung – zwei Kinder sind für mich völlig okay. 😀

Und wenn es ein Junge geworden wäre? Jungs sind doch toll! Ich hab schließlich schon einen und kann mir kein besseres Kind vorstellen. Wäre auch super gewesen, aber so ist es nochmal was Neues. Und echt jetzt – bei beiden Kindern hab ich das Geschlecht korrekt vorausgeahnt, nur vor acht Jahren habe ich es erst in der 22. SSW erfahren.

Aber der Spruch stimmt: HAUPTSACHE GESUND. Da fällt einem ein Felsbrocken vom Herzen.

Eure Kate

PS: Was habt ihr für Extra-Untersuchungen gemacht und wie hat man euch das Geschlechts eures Kindes mitgeteilt? Ich bin gespannt. 🙂

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