Als Backpacker in Thailand – 2. Station: Koh Phi Phi

Katerina Gottesleben • November 06, 2015 • No Comments

Die Phi Phi Islands sind seit dem Film „The Beach“ berühmt-berüchtigt für die wunderschöne Natur und weiße Puderzucker-Strände. Was davon übrig bleibt? Nun ja, schöne Inseln, die nach dem riesigen Tsunami-Schaden wieder aufgebaut wurden, mit vielen Touristen und zerstörter Natur. Ja – ich bin auch eine Touristin, die die Pracht mit eigenen Augen begutachten wollte. Ich möchte mich da nicht heraus nehmen. Aber es macht mich dennoch sehr traurig, dass Viele von uns einfach ihren Müll nicht mitnehmen, die Affen mit Redbull und Chips füttern und sich nicht zu benehmen wissen. Party ist die Devise. Und „laut“ ist auch ein Wort, das zu dieser Insel passt. Doch eins nach dem Anderen.

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Erst einmal etwas dazu, warum der Himmel nicht zu sehen war. Es war nicht etwa schlechtes Wetter, wie ich zunächst (auch aufgrund der Regenzeit) annahm. Nein – der Himmel auf meinen Touri-Pics ist deshalb grau, weil in Indonesien riesige Waldflächen verbrannt wurden. Und zwar über einen längeren Zeitraum hinweg. Und wisst ihr weshalb? Damit WIR Palmöl haben. Ist wohl einfacher, die Natur abzufackeln als zu roden… Tja, so zieht der Rauch bis nach Thailand. Und zwischen den beiden Ländern liegt noch ein ganzes Land (!), nämlich Malaysia. Wir sollten in mancherlei Hinsicht unseren Konsum überdenken. Viele von uns wissen noch nicht einmal, wo Palmöl überall drin ist

Nun ja. Aber nun zu meinen Erlebnissen, die ich mir nicht vermiesen lassen wollte. Ich quartierte mich im Viking Nature Resort ein, von der Hauptfähre etwa 20 min. zu Fuß über Stock und Stein, mit dem Taxi-Boot etwa 5 min. entfernt. Das Resort liegt tatsächlich mitten in der Natur. Besser gesagt im Dschungel. Mit Kinderwagen oder Rollstuhl wäre einem hier nicht geholfen, aber für Sportliche ist es sehr schön. Es gibt teure und einfache Zimmer, was einem beliebt. UND: Zwei (!) wunderschöne Privatstrände. Vom Hauptstrand der Insel ist das VIKING weit genug entfernt, damit man nicht in Partystress kommt und des Schlafes beraubt wird, man ist aber nah genug, wenn man sich in den Trubel stürzen will.IMG_6725IMG_6724

Ich blieb zwei Nächte. Eine Nacht in einer schönen Villa mit Strandblick, für etwa 75€ (ausserhalb der Saison). Die andere Nacht im Bungalow für etwa 25€, etwas weg vom Schuß hinterm zweiten Strand, ohne richtige Fenster und mit tierischen Mitbewohnern. Beides war okay, wenn man flexibel ist. 😉 Das Viking hat allerdings auch obermegahammermäßige Baumhäuser zu bieten, aber das lohnt sich ab zwei Personen. Da meine Freundin in Phi Phi nicht bleiben wollte, konnten wir diese nicht nutzen.

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Am ersten Tag ging ich erst einmal spontan klettern. Wieso nicht. Naiv zog ich mit meinen Flipflops aus in den Dschungel. Dort bekam ich Gott sei Dank Kletterschuhe. Wir stiegen einen sehr imposanten und ziemlich steilen Felsen hinauf. Jeder vier Strecken bis zu 25 m hoch – Schwierigkeitsgrad 6a. Das war schon ein Erlebnis mit viel Schweiß und etwas Blut. Aber der Ausblick war phänomenal. Ich glaube ich zahlte etwa 1000 THB dafür – etwa 25€. Das war völlig okay.IMG_6760

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Am nächsten Tag wollte ich, wie jeder Tourist, THE BEACH sehen. Maya Bay. Maya Bay liegt auf Phi Phi Leh – man wohnt aber auf Phi Phi Don. Dazu muss man einen Ausflug mit dem Boot machen. Da ist dann zweimal schnorcheln und einmal schwimmen inklusive – und ein Zwischenstopp auf Monkey Island, des ziemlich nachdenklich stimmt. Die Affen sind überfressen und niemand nimmt Rücksicht. Hier das Video dazu.

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Maya Bay – nun ja. Es war wohl wirklich mal der schönste Strand der Welt. Oder zumindest einer davon – je nach Vorlieben. Aber er ist überlaufen und zugemüllt. Von der wunderschönen Natur bleibt nur ein Eindruck und ein „was wäre, wenn ich hier allein wäre“…

Aber was habe ich erwartet? Ich saß ja schließlich auch in einem dieser Boote und fuhr hin…

Mein Fazit für Koh Phi Phi: Es ist traurig. Die schönsten Orte sind nun mal nur schön, wenn sie unberührt bleiben…

Als Nächstes werde ich über Railey Beach berichten. Ihr könnt die Links gerne teilen oder meinen Blog über die modelmum-App vom Handy aus verfolgen 😉 Ist kostenlos.

Liebe Grüße, eure Katerina <3

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